Engagement

Weihnachten 2019 - Das Nutrition Improvement Project Saintia Hills, Meghalaya, Indien

Es gibt Grund zur Freude: auch dieses Jahr wurden gute Fortschritte in der Projektarbeit zur Bekämpfung von Mangelernährung in der Region Meghalaya an der Grenze zu Bangladesch erzielt. Der Anbau von „kitchen gardens“ wurde von ursprünglich drei auf fünf Dörfer ausgeweitet.

Nach wie vor begleitet Dr. Frank Siebert, Geschäftsführer der Trinuts GmbH, das Hilfsprojekt in Meghalaya, Indien persönlich. Er reist jedes Jahr in die Provinz im Nordosten Indiens und bespricht sich mit den Projektleitern und Farmern vor Ort zu Möglichkeiten, das Projekt weiter voran zu bringen. So gibt es auch dieses Jahr wieder allen Grund zur Freude über die erreichten Fortschritte. Das vor drei Jahren gestartete Programm zur Verbesserung der Nahrungsqualität in den armen Dörfern an der Grenze zu Bangladesch ist inzwischen auf fünf Dörfer ausgeweitet worden.

In den drei bislang beteiligten Dörfern übernehmen die „Farmergroups“ selbständig die Auswahl der Haushalte, die eine sogenannte „Sintex“ bekommen, eine Wassersammeltonne. Zusammen mit den bereits im letzten Jahr aus einfachsten Mitteln hergestellten Kleingewächshäusern kann dank dieser Tonnen die Vegetationsperiode um zwei bis drei Monate verlängert werden.
Ein weiterer Baustein des Erfolgs der „kitchen gardens“, die der Mangelernährung in diesen Dörfern ein Ende setzen, ist die Verwendung von biologischem Dünger. Bereits 80% der beteiligten Haushalte wenden die „Vermi-Compost“ genannte Methode zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Erzeugung von biologischem Dünger an.

Aufgrund des Erfolgs der Farmergroups und der damit einhergehenden zunehmenden Bekanntheit, wurden die Projektleiter vor Ort gebeten, ab sofort auch die pränatale Gesundheitsvorsorge mit zu betreuen. Dafür werden unserem Projekt zusätzliche Mittel aus dem Budget des staatlichen Gesundheitsfonds bereitgestellt.
Die Ausweitung des Anbaus von „kitchen gardens“ auf fünf Dörfer konnte ohne Erhöhung des bisherigen Budgets bewerkstelligt werden, da Frauen aus den bereits bislang beteiligten Dörfern die Organisation der neuen Farmergroups und das Anlernen der neuen dazugekommenen Frauen übernehmen. Dr. Siebert erzählt begeistert: „Was mich am meisten beeindruckt, ist dass unser Projekt sich immer mehr selbst trägt. Der Nutzen für die Landbevölkerung ist so überzeugend, dass sich die Idee von einem Dorf zum nächsten überträgt. Das ist genau die Hilfe zur Selbsthilfe, die wir fördern wollen.“